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Dschungel bei Oyala

Dschungel bei Oyala. By Mehlauge [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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Äquatorialguinea
Äquatorialguinea Intro

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Äquatorialguinea ist ein Staat in Afrika. Er grenzt an Gabun, Kamerun und den Golf von Guinea. Äquatorialguinea besteht aus mehreren Inseln und einem Festlandstreifen. Auf der größten Insel Bioko, das bis 1973 unter den Namen Santa Isabel und Fernando Poo bekannt war leben etwa 20 Prozent der Bevölkerung des Landes. Auf Bioko liegt auch Malabo, die Hauptstadt des Landes.

Worldfactbook Hintergrundinformationen

Äquatorialguinea wurde 1968 nach 190 Jahren spanischer Herrschaft unabhängig und ist eines der kleinsten Länder Afrikas, das aus einem Festland und fünf bewohnten Inseln besteht. Die Hauptstadt Malabo liegt auf der Insel Bioko, etwa 25 km von der kamerunischen Küste entfernt im Golf von Guinea. Zwischen 1968 und 1979 zerstörte der autokratische Präsident Francisco MACIAS NGUEMA praktisch alle politischen, wirtschaftlichen und sozialen Institutionen des Landes, bevor er von seinem Neffen Teodoro OBIANG NGUEMA MBASOGO durch einen gewaltsamen Staatsstreich abgesetzt wurde. Präsident OBIANG regiert seit Oktober 1979 und wurde mehrmals gewählt, zuletzt im Jahr 2016. Obwohl es sich seit 1991 nominell um eine konstitutionelle Demokratie handelt, gelten die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen seit 1996 als fehlerhaft. Der Präsident übt eine nahezu vollständige Kontrolle über das politische System aus und hat rechtliche und bürokratische Hindernisse errichtet, die eine politische Opposition behindern. Äquatorialguinea erlebte in den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts aufgrund der Entdeckung großer Offshore-Ölreserven im Jahr 1996 ein rasches Wirtschaftswachstum. Die Produktion erreichte Ende 2004 ihren Höhepunkt und ist seitdem langsam zurückgegangen, obwohl die aggressive Suche nach neuen Ölfeldern weitergeht. Obwohl das Land von der Ölförderung profitiert hat und die Staatseinnahmen in den vergangenen Jahren massiv gestiegen sind, haben die seit 2014 allgemein gesunkenen Weltmarktpreise für Öl und der Wertverlust der Ölfelder den Staatshaushalt erheblich belastet. Während die Öleinnahmen hauptsächlich für den Ausbau der Infrastruktur verwendet wurden, hat die Korruption die sozioökonomische Entwicklung behindert, und der Lebensstandard der Bevölkerung hat sich nur begrenzt verbessert. Äquatorialguinea ist weiterhin bestrebt, seine Wirtschaft zu diversifizieren und ausländische Investitionen zu erhöhen. Das Land ist Gastgeber wichtiger regionaler und internationaler Konferenzen und strebt weiterhin eine größere Rolle in internationalen Angelegenheiten und eine Führungsrolle in der Subregion an.

Quelle: CIA World FactbookEquatorial Guinea