Als Europas größte Volkswirtschaft und zweitgrößte Nation (nach Russland) ist Deutschland ein wichtiges Mitglied der wirtschaftlichen, politischen und verteidigungspolitischen Organisationen des Kontinents.
Die europäischen Machtkämpfe haben Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in zwei verheerende Weltkriege verwickelt, und 1945 wurde das Land von den alliierten Siegermächten USA, Großbritannien, Frankreich und der Sowjetunion besetzt. Mit dem Beginn des Kalten Krieges wurden 1949 zwei deutsche Staaten gebildet: die westliche Bundesrepublik Deutschland (BRD) und die östliche Deutsche Demokratische Republik (DDR). Die demokratische BRD bettete sich in wichtige westliche Wirtschafts- und Sicherheitsorganisationen, die EG (heute EU) und die NATO, ein, während die kommunistische DDR an der Front des von der Sowjetunion geführten Warschauer Paktes stand. Der Niedergang der UdSSR und das Ende des Kalten Krieges ermöglichten 1990 die Wiedervereinigung Deutschlands.
Seitdem hat Deutschland beträchtliche Mittel aufgewendet, um die Produktivität und die Löhne im Osten an den westlichen Standard anzupassen. Im Januar 1999 führten Deutschland und 10 weitere EU-Länder eine gemeinsame europäische Währung, den Euro, ein.
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